Es ist und bleibt ein Kreuz mit dem Kreuz. Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber bezog klar Stellung: „Das Kreuz ist nicht nur ein Zeichen der kulturellen Entwicklung der Gesellschaft, sondern ein Zeichen des tiefen Leidens.“ In seiner Predigt anlässlich der Verabschiedung von Oberlandeskirchenrat Dr. Robert Fischer und der Amtseinführung von Oberlandeskirchenrat Dr. Jörg Mayer am 30. April in Riddagshausen warnte der Braunschweiger Bischof davor, das Kreuz zu verharmlosen. Es sei mehr als nur Ausdruck einer westlich bürgerlichen Zivilisation, mehr als ein verharmlosendes Kulturzeichen. Es weise als Skandal auf die Vergeblichkeit aller Versuche der Selbsterlösung, der Selbstbefreiung und des Übermutes hin. „Von den Ängste des Lebens kann ich mich nicht selbst erlösen und befreien. Aber Gott ist hier, der euch liebt. Christus ist hier, der befreit.“ Und diese Gewissheit sei Gnade, Geschenk.
Über das alltägliche Leben hinaus und über das Leiden hinaus könne sich die Sehnsucht auf Erneuerung, Sinn und Heilung erfüllen. Als Symbol der der Liebe Gottes zu seiner Welt sei es zugleich sprechendes Symbol für Menschlichkeit, Solidarität, Hingabe und Versöhnung.



