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25.05.10 21:14
MdL Frank Oesterhelweg: "Politik ist kein Wunschkonzert."

Der Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg sprach mit Burkhard Budde über "christliche Werte".

Frank Oesterhelweg (l.) mit Burkhard Budde.Foto:Heike Otto

Über die Bedeutung christlicher Werte in der Politik, Gesellschaft und Kirche sprach der CDU- Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg (Wolfenbüttel) mit Direktor Dr. Burkhard Budde anlässlich seines Besuches des Braunschweiger Marienstiftes am 26. Mai 2010.

Der Bürger suche „klare politische Ansagen“, Verlässlichkeit und Beständigkeit, aber auch den Mut zur Offenheit und Ehrlichkeit. Aus der Vergangenheit müsse die Politik lernen: Politik sei beispielsweise „kein Wunschkonzert. Wenn man weiß, dass es keine großen Steuersenkungen geben kann, darf man auch keine versprechen,“ sagte der Landesvorsitzende der CDU Braunschweig, der kraft Amtes auch dem Bundesvorstand seiner Partei angehört. Christliche Werten ermöglichten allerdings auch das Eingeständnis des Irrtums, „ohne gleich in der Öffentlichkeit zerrissen zu werden.“

Oesterhelweg betonte, dass die CDU als Volkspartei das Gespräch mit allen gesellschaftlichen Gruppen suche, „auch mit denen, die uns nicht wählen.“ Das Wissen und die Erfahrungen kirchlicher und diakonischer Einrichtungen sei bei der Suche nach dem Gemeinwohl im Blick auf das Gesundheits- und Sozialwesen, aber auch im Blick auf geistige Tiefenströmungen und bewährten Traditionen besonders wichtig.

Burkhard Budde, der dem Politiker sein in diesem Jahr erschienenes Buch „Suchen und Finden. Christliche Werte bewegen“ vorstellte, unterstrich, dass das praktische Vorleben von Werten wichtiger sei als das theoretische Vermitteln. Jenseits zum Beispiel der Parteizugehörigkeit gehöre zur demokratischen Kultur begründetes Vertrauen, Wahrhaftigkeit; Fairness, Toleranz, sowie der argumentative Streit um Lösungen gesellschaftlicher Herausforderungen und um die Gestaltung des öffentlichen Lebens. Der politischen, aber auch gesellschaftlichen Führungskultur kämen ferner Unabhängigkeit und Zivilcourage der handelnden Personen, eine selbstkritische Reflexion des eigenen Denkens und Verhaltens sowie Lern- und Versöhnungsbereitschaft zugute.